Feenwelt

Bilder wie diese erzählen oft eine Geschichte. Meistens die, die im eigenen Kopf ohnehin schon existiert. Oder sie untermalen Geschichten anderer. Ich könnte euch z.B. erzählen, dass hier der Lieblingsplatz einer Fee ist, dass sie am liebsten unter dem Schirm des Pilzes ein Buch liest. Und schon könnt ihr meine Gedanken mit eurer Geschichte schmücken, überlegt euch, wie die Fee aussieht, was das für ein Buch ist, vielleicht sogar wie diese ganze Welt aussieht. Obwohl das hier nur ein Bild mit Pilzen ist. Die Geschichte dazu kommt von mir und der Schmuck von euch. Vielleicht hättet ihr ja an Essen gedacht oder an Riesenpilze in einer Monsterwelt oder an kleine Pilze, die auf einem Moosbewachsenen Dach wachsen oder an Glühbirnen… keine Ahnung. Was es auch ist, denkt es weiter, verliert euch in dem Gedanken und lasst euch durch ihn inspirieren. Denn am Ende macht genau das den Unterschied in 2facher Hinsicht: Es unterscheidet dich von einer Maschine und es macht den Unterschied, wenn es um den Funken großer Ideen geht. 🙂

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DIE KUNST

Die Kunst. Für den englischsprachigen Raum könnte der Artikel auch als “die – sterben, stirb!” gelesen werden. Aus fotografischer Perspektive tue ich mich immer schwer die Kunst anderer Leute zu knipsen. Man kann Kunstwerke uminterpretieren, aber sie einfach nur als ganzes abzulichten ist nichts anderes als sie zu archivieren. Das kann bei vergänglicher Kunst (z.B. Momentaufnahmen, situative Kunst, etc) durchaus Sinn machen. Aber wenn ich sehe, wie Touristen jede Statue knipsen und diese dann auf irgendeiner Festplatte lagern, weil sie nicht zu den Bildern gehören, die es in die engere Auswahl der Erinnerungsfotos geschafft haben … 😛

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Sei kein Frosch

“Sei kein Frosch” könnte auch heißen “Sei kein Reh” oder “Sei kein schreckhaftes Fluchttier”. Warum Frosch? Na gut, er hüpft bei der kleinsten Bewegung sofort ins Wasser und niemand möchte ein Frosch sein, weil er schleimig, nass, kalt und verglichen mit unseren Schönheitsidealen (also z.B. mit einem süßen Reh) eher hässlich ist. Außerdem frisst er fliegen, laicht und kommt bei Wanderungen (un)gerne mal unter die Räder. “Sei kein Frosch” bedeutet also mehr als “Zier dich nicht so” oder “Sei nicht so ängstlich”. Es bedeutet unterbewusst: “Degradiere dich selbst nicht durch deine Angst zu einem Frosch!” Das ist beleidigend, zumal sich der alltägliche Kontext meist immer auf etwas unvernünftiges bezieht: Abends spontan noch eine Kneipentour dranhängen, Leute verarschen usw. Wenn jemand vor Lebens-Entscheidungen Angst hat (Kinder, Beruf, Haus, Weltfrieden) würde niemand sagen: “Sei kein Frosch!” Wenn also das nächste mal jemand zu dir sagt: “Sei kein Frosch!”, dann stelle dir 2 Fragen: Wie ist diese Situation, dass er/sie es sagt? Und wie sehr schätzt dich diese Person tatsächlich wert? Sprichwörter sind  leicht dahergesagt, wiegen aber meist schwer.

20180811-07

Komm rein…

“Komm rein, dann kannste raus gucken.”

Wenn es draußen zu ungemütlich ist, dann macht man es sich drinnen halt gemütlich. Selbst Menschen und Lebewesen, die die Freiheit der Natur bevorzugen, ziehen die Decke über die Schultern. November und Dezember sind fast vorbei, Januar und Februar folgen und Schnee im März ist gefühlt zuverlässiger als Schnee zu Weihnachten.

20180602-04

diesiges Berlin

Berlin ist für viele Fotografen ein in sich geschlossener Kreis, den (fast) jeder durchläuft, der das Fotografieren als Hobby entdeckt.

Der besonders tragische Moment in dem man realisiert, dass hier 1000e von Fotografieverrückte tagtäglich auf der Suche nach mentaler Befriedigung sind mit ähnlichen Motiven, ähnlicher Intention und ähnlicher Bildsprache hat sicher schon manchen Knipser zum Aufhören bewegt. Wer bleibt tut das für sich. Nur für sich! Und blüht so täglich auf einer Blumenwiese unter 1000en anderen Blumen… ähm… ja… Dit is Berliner Romantik wa?

20181020-13